Ausstellung "Heimat Straße - Menschen in München"

 

 

Mit diesem Titel startete die Wander-Ausstellung am 16.10.2018 im Foyer der Benediktinerabtei St. Bonifaz. Organisiert wurde die Ausstellung durch REGSAM in Zusammenarbeit mit dem Infozentrum Migration und Arbeit der AWO München, sowie den beiden Regisseuren Karnik Gregorian und Bülent Kullukcu. Ein Ziel der Ausstellung ist, den Blick auf die Personengruppe der Wanderarbeiter aus Süd- und Osteuropa zu lenken und eine andere Perspektive einzunehmen, um so die  Situation der Betroffenen zu verbessern. Frau Strobl, die Schirmherrin, griff dies auch in der Eröffnungsrede auf. Es gehe nicht, dass in einer reichen Stadt wie München, Menschen auf der Straße leben müssten und so würde Sie sich auch weiterhin für eine solidarische Stadtgemeinschaft einsetzen. In einem darauf folgenden Vortrag wurde deutlich, wie über die Personengruppe in den Medien berichtet wird und wie das die Wahrnehmung und Problembezogenheit der Gesellschaft lenkt. Die Ausstellung zeigt Fotos von Menschen und ihren Plätzen in München, die im Rahmen der Performance „TAGASYL“ im Mai 2018  entstanden sind. Wanderarbeiter*innen und Tagelöhner aus Süd- und Osteuropa erzählten auf einem Rundgang durch das Bahnhofsviertel aus Ihrem Leben und gaben sehr persönliche Einblicke in Ihre Situation. Karnik Gregorian und Bülent Kullukcu hatten im Vorfeld in einem Projekt mit vielen „Ratsuchenden“ aus dem AWO-Beratungscafé gesprochen und sich deren Geschichten angehört. Neu war für die zumeist bulgarischen Männer und Frauen dabei, dass sich jemand für sie interessiert. Bei einer warmen Mahlzeit konnten sich die 60 Besucher*innen austauschen. Im nächsten Jahr soll die Ausstellung in anderen Räumlichkeiten gezeigt werden, um die Situation in der Öffentlichkeit zu thematisieren.

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